Selbstständigkeit fördern im Alter
- Kanton Obwalden
- 19. Mai
- 2 Min. Lesezeit

Selbstbestimmt statt nur dabei: Wie wir die Selbstständigkeit im Alter fördern
„Solange ich noch alles allein schaffe, ist die Welt in Ordnung.“ Dieser Satz wird von der älteren Generation oft verwendet. Und tatsächlich: Selbstständigkeit im Alter bedeutet viel mehr, als nur die Fähigkeit einen Haushalt zu führen. Daher ist die Selbstständigkeit im Alter eng mit dem Selbstwertgefühl, der Lebensqualität und der mentalen Gesundheit verknüpft. Doch lässt sich diese Autonomie noch bewahren, wenn die Beine plötzlich schwerer werden oder das Gedächtnis eine Pause braucht? Hier sind drei entscheidende Ansätze:
1. Anpassung statt Verzicht
Der Schlüssel liegt oft in der Umgebung. Kleine Veränderungen in der Wohnung können oft den entscheidenden Unterschied machen bzw. dazu beitragen, ob jemand im Alter länger oder weniger lange selbstständig bleiben kann. Ein Haltegriff in der Dusche, bessere Beleuchtung gegen Sturzgefahr oder das Umräumen der Küchenschränke, damit die Kaffeetasse ohne Trittleiter erreichbar ist. Es braucht nur wenige clevere Anpassungen, welche verhindern können, dass Seniorinnen und Senioren bei alltäglichen Handgriffen auf fremde Hilfe angewiesen sind.
2. Digitale Brücken bauen
Technik ist kein Feind der Selbstständigkeit, sondern ihr Komplize. Ob es das Tablet ist, um per Videoanruf Kontakt zu Bekannten oder der Familie zu halten, die Online-Bestellung von Einkaufswaren, wenn das Wetter draussen schlecht wird, oder man nicht mehr gehfähig ist: Digitale Kompetenz ist förderlich für die soziale Teilhabe. Wer weiss, wie man Fahrpläne online abruft, bzw. das Zugticket online löst oder Termine verwaltet, bleibt mobil und informiert – ganz ohne fremde Hilfe.
3. Ressourcen stärken, nicht nur Defizite sehen
Oft neigen Angehörige aus Fürsorge dazu, den Seniorinnen und Senioren alles abzunehmen. Doch ein gut gemeinter Rat, ist oft das Gegenteil, von "Selbstständigkeit fördern". Es ist besser, wenn Arbeiten ab delegiert werden können, statt sie von Anfang an ganz zu übernehmen. Personen, welche noch gerne kochen, brauchen vielleicht nur Hilfe, um die schweren Einkäufe hochzutragen. Wer den Rest noch selbst erledigen möchte und kann, bleibt körperlich und geistig fit.
Fazit:
Am besten kann man die Selbstständigkeit im Alter fördern, wenn man den Fokus auf das legt, was noch geht. Dabei geht es, um Barrieren abzubauen und den Mut zu unterstützen, um Dinge auf eigene Faust zu probieren. Denn in jedem Alter das eigene Leben im Griff zu haben, ist ein gutes Gefühl.



